Sprachbildung im Mathematikunterricht bei der Einführung negativer Zahlen – Forschungsbasierte Ideen für die Unterrichtspraxis

Melina Fabian

DOI: https://doi.org/10.48648/b6gx-k315

Abstract:

Die Einführung der negativen Zahlen kann Lernende zu Beginn der Sekundar-stufe vor gedankliche Herausforderungen stellen, da vertraute Zahlkonzepte und Rechenstrategien ihre Gültigkeit verlieren. Dieser Beitrag untersucht, wie der Auf-bau tragfähiger Vorstellungen zum Konzept der negativen Zahlen gezielt sprach-lich unterstützt werden kann. Hierzu werden fachdidaktische und sprachliche Überlegungen systematisch miteinander verknüpft. Im Fokus steht dabei die Frage, welche Sprachmittel an die aus fachdidaktischer Sicht erwünschten Vor-stellungen (z. B. negative Zahlen als Ausdruck von Zuständen oder Veränderun-gen) anschlussfähig sein können. Durch eine Lehrbuchanalyse und empirische Einblicke in den tatsächlichen Sprachgebrauch von Lernenden wird aufgezeigt, dass im Umgang mit negativen Zahlen ein komplexer themenspezifischer Sprach-schatz notwendig ist, Lernende jedoch häufig auf nicht-tragfähige und meist sta-tische Formulierungen wie ‚Minuszahlen‘ oder ‚weniger als nichts‘ zurückgreifen, um das Konzept zu charakterisieren. Abschließend werden unterrichtspraktische Empfehlungen für eine sprachbildende Einführung der negativen Zahlen abgelei-tet und Impulse zum gezielten Einsatz im Unterricht formuliert. Diese werden durch eine Übersicht über tragfähige Sprachmittel exemplarisch konkretisiert.

ZMFP, Vol.7 (2026):

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Veröffentlicht: 2026-07-03


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